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Welttag des Hörens

Gespräch an einem Fest

Gut hören bedeutet Lebensqualität. Besonders jetzt, wo wir am Ende der Pandemie wieder lernen müssen, aufeinander zuzugehen, ist gut hören und verstehen enorm wichtig. Zudem schafft ein gutes Gehör Sicherheit: im Verkehr (wenn Sie das nahende Tram hören) oder in Gesellschaft (wenn Sie Ihre Bekannten und Familienangehörigen verstehen). Grund genug, das Gehör mit einem Hörtest zu messen und bei Bedarf sich zu informieren über die Möglichkeiten, wie Sie wieder besser hören und verstehen können.

Wie entsteht eine Hörminderung?

Der Grund einer Hörminderung ist in vielen Fällen altersbedingt. Die Haarsinneszellen im Innenohr werden durch den Altersprozess langsam beschädigt. Dies geschieht schleichend während vieler Jahren. Bei einigen Menschen beginnt dieser Prozess bereits mit 40 Jahren, meist jedoch ungefähr ab 60 Jahren. Rund ein Drittel der über 65-jährigen Bevölkerung in Westeuropa leidet unter einer deutlichen Schwerhörigkeit.
Weitere Gründe für eine Hörminderung sind Vererbung, Krankheiten, Lärm am Arbeitsplatz oder in der Freizeit mit ungenügendem Schutz.

Wie bemerken Sie eine Hörminderung?

Hörtest

Vielleicht stellen Sie fest, dass Sie das TV-Gerät oder den Radio um ein paar Stufen lauter als früher stellen müssen. Oder Sie empfinden die Musik, die Sie früher gerne gehört haben, plötzlich als dumpf. Häufig jedoch sind es Angehörige oder Bekannte, die finden, Sie würden oft nachfragen oder manchmal nicht reagieren, wenn man Sie anspricht.
Fakt ist: Sie tragen keine Schuld an Ihrem Hörverlust! Aber Sie müssen nicht länger darunter leiden und können etwas dagegen tun: Machen Sie einen Hörtest, schaffen Sie sich damit Klarheit und lassen Sie sich von einer Fachperson (zum Beispiel bei a-plus Audio-Akustik) über das weitere Vorgehen beraten.

Was ist ein Hörtest?

Bei einem einfachen Hörtest wird bei jedem Ohr separat gemessen, ab welcher Lautstärke Sie die Töne in verschiedener Höhe hören. Gemessen werden Töne von (tiefen) 125 Hertz bis (hohen) 8000 Hertz bei einer Lautstärke von 0 bis maximal 80 Dezibel. Speziell wichtig sind die Töne des Sprachbereichs zwischen 1000 und 2000 Hertz (die Zischlaute liegen höher). Ein Hörverlust von 0 bis 30 Dezibel liegt im Toleranzbereich. Wenn der Hörverlust grösser ist, ist es gut möglich, dass Sie Ihre Mitmenschen nicht immer verstehen. Zuhören ist anstrengend.

Ablauf eines Hörtests

Audiogramm
Audiogramm

Der Hörtest wird in einer schalldichten Messkabine durchgeführt, damit Sie von keinen Umweltgeräuschen gestört werden. Vor dem Hörtest macht der Akustiker eine Ohrinspektion. Dabei kontrolliert er die Verhältnisse im Gehörgang und ob dieser frei von Cerumen ist. Liegt zu viel Cerumen im Gehörgang, kann kein Hörtest durchgeführt werden.
Für den Hörtest erhalten Sie Kopfhörer, die Sie so anpassen, dass Sie sich wohlfühlen. Anschliessend hören Sie zuerst beim rechten, danach beim linken Ohr unterschiedlich hohe Töne. Die Töne erklingen sehr leise und werden immer lauter. Sobald Sie die Töne hören, geben Sie dem Akustiker ein Zeichen. Die gehörte Tonhöhe wird in einer Tabelle markiert. Die Markierungen mit allen gehörten Tönen ergeben ein Audiogramm.

Hörberatung nach dem Hörtest

Nach dem Hörtest erklärt Ihnen der Akustiker das Audiogramm. Falls er eine Hörminderung vermutet, rät er Ihnen zu einem Besuch bei einem HNO-Arzt, der zusätzliche Messungen machen wird.

Spürt man etwas beim Hörtest?

Es gibt keinen Grund zur Angst vor einem Hörtest! Der Test schmerzt nicht und dauert bloss etwa 10 Minuten.

Was nützt ein online-Hörtest?

Einen online-Hörtest können Sie rasch und bequem zu Hause am Computer oder am Handy machen - Sie brauchen nur einen Kopfhörer dazu. Dieser Hörtest gibt Ihnen einen ersten Überblick. Allerdings ist er nicht sehr genau, denn er misst viel weniger verschiedene Töne und die Auswertung ist kurz und anonym. Für eine detaillierte Auswertung und Beratung empfehlen wir Ihnen immer eine Fachperson (Hörakustiker oder HNO-Arzt).

Hörtest bei Kindern

Hörtest mit einem Kind

Wird bei Kleinkindern eine Hörminderung vermutet, sollten diese von einem Facharzt untersucht werden. Kinder ab dem Schulalter können jedoch auch im Akustik-Fachgeschäft beim Pädakustiker einen ersten Hörtest machen.